Inhaltsangabe: Unter Haien von Nele Neuhaus

Inhalt
Alex Sontheim gehört an der New Yorker Wallstreet zu den Besten. Ihr Spezialgebiet sind Firmenfusionen, mit denen sie wiederholt für Aufsehen sorgte. Sie übernimmt eine Stelle bei der Investmentfirma von Vincent Levy. Sontheim ist auch an ihrem neuen Arbeitsort auf Anhieb erfolgreich und sorgt für volle Kassen. Durch ihre Erfolge steigt sie auch in der sozialen Hierarchie New Yorks schrittweise auf und lernt dabei wichtige Leute kennen. Einer von ihnen ist der Grossindustrielle Sergio Vitali, einer der reichsten Männer der Stadt. Sie fühlt sich geschmeichelt von seinen Geschenken und seiner Aufmerksamkeit und lässt sich auf eine Affäre mit Vitali ein. Während sie ihr Leben im Luxus geniesst, schlägt sie mehrere Warnungen von Bekannten in den Wind, die ihr raten, in der Beziehung mit Vitali Vorsicht walten zu lassen, da es Gerüchte gäbe, dass er mit der Mafia Geschäfte mache. Einer dieser Bekannten ist New Yorks Bürgermeister Nikolas Kostidis, der seit Jahren versucht, Sergio Vitali das Handwerk zu legen, jedoch stets scheiterte.
Obwohl Sontheim eine Affäre mit Vitali hat, lässt sie sich auf den Journalisten Oliver Skerrit ein. Dieser arbeitet an einer Betrugsgeschichte, welche die Firma von Vincent Levy betrifft. Sontheim glaubt ihm jedoch nicht wirklich. 
Vitali bekommt Wind von der Sache mit Sontheim und Skerrit und lässt den Mann verprügeln. Nur kurze Zeit später findet Vitalis Geburststagsfeier statt, an der auch Sontheim teilnimmt. Sie verläuft sich in dessen grossem Haus auf der Suche nach der Toilette und hört so ein Gespräch zwischen Vitali und seinen  Mitarbeitern. Diese sprechen gerade davon, wie sie einen wichtigen Zeugen, der allenfalls gegen sie hätte aussagen können, aus dem Weg geräumt haben. Sontheim erkennt, dass die Warnungen, die sie erhielt, und die Zeitungsberichte über Vitalis Beziehungen zur Mafia korrekt waren. Gleichzeitig realisiert sie auch, in welcher Gefahr sie selber schwebt, wenn Vitali herausfindet, was sie weiss.
Doch es kommt noch schlimmer für Sontheim, denn sie merkt, dass sie selber in der ganzen Sache mit drin steckt. Mark, einer ihrer Mitarbeiter, hat herausgefunden, dass an den meisten Geschäften, die Vincent Levys Firma tätigt, indirekt auch Sergio Vitali beteiligt ist. Langsam erkennt Sontheim, dass Vitali Levys Firma benutzt, um im grossen Stile Geld zu waschen und sie ihm dabei hilft, in dem sie jeweils vor einem grossen Deal ihre Vorgesetzten darüber informiert. Diese nutzen dieses Insiderwissen, um Gewinne einzufahren. Um sicher zu sein, stellt Sontheim eine Falle. Sie fädelt einen fiktiven Deal ein und lässt ihren Vorgesetzten St. John davon Wind bekommen. Dieser kauft Aktien der entsprechenden Firma, obwohl gar kein Deal bevorstand. Damit hat Sontheim den Beweis, dass ihre Vermutung richtig war. Gemeinsam mit Mark, Oliver und dem Computerspezialisten Justin, der beim MIT arbeitet, findet Sontheim heraus, dass Vitali das Geld benutzt, um ranghohe Politiker, Richter, Staatsanwälte und Polizisten in New York zu bestechen, damit diese ihm bei seinen Geschäften keine Steine in den Weg legen.

Zur selben Zeit wird Cesare Vitali, Sergios Sohn, verhaftet. Dieser half bei einer illegalen Räumungsaktion bei einem Gebäude in einem Armenviertel von New York mit. Es stellt sich heraus, dass Vitali diese Aktion befohlen hatte, weil er die Grundstücke kaufen und bebauen will. Cesare, der alles andere als gut auf seinen Vater zu sprechen ist, packt aus und will gegen seinen Vater aussagen. Doch dieser kommt ihm zuvor, lässt ihm im Gefängnis umbringen und vertuscht es als Selbstmord. Kostidis weiss aber, was Cesare aussagen wollte und steckt diese Informationen der Presse, die sich gierig darauf stürzen. Vitali ist stinksauer, dass Kostidis ihn in der Öffentlichkeit diskreditierte und will ihn dafür umbringen. Die Autobombe, die für Kostidis gedacht war, erwischte jedoch Kostidis Ehefrau, seinen Sohn und dessen Verlobte. 
New York trauert mit Nikolas Kostidis um dessen Verlust. Dieser leidet schwer, gibt sich die Schuld am Tod der drei Menschen und will nicht mehr weitermachen. Er erkennt, dass er mit seinem Wahn gegen Vitali grossen Schaden angerichtet hat und nicht mehr zurück kann. Erst Alex Sontheim bringt ihn wieder auf den Damm und lindert seinen Schmerz. Kurz darauf vereitelt sie den zweiten Mordanschlag von Vitali auf Kostidis. Dieser will ihr jedoch nicht mehr helfen, Vitali ins Gefängnis zu bringen, er hat keine Kraft mehr. 

Sontheim hat jedoch eine Idee, wie sie ihren Vorgesetzten St. John, der sie in die kriminellen Machenschaften hinein brachte, los werden kann. Sie plant erneut einen faulen Deal, den sie ihm als grosses Geschäft verkauft, damit dieser wieder Aktien kauft und durch die Verluste gefeuert wird. Sie ahnte jedoch nicht, dass St. John 100 Millionen investieren würde und damit ein Teil der Firma bankrott ging. Levy und Vitali sind stinksauer und suchen nach einer Lösung. Sie lassen die bankrotte Firma auf Sontheim und St. John umschreiben und wollen ihnen die Schuld in die Schuhe schieben. St. John kommt ihnen auf die Schliche und will gegen die beiden aussagen. Die beiden kommen ihm jedoch zuvor und töten ihn in seinem Büro. Kurz darauf will Sontheim St. John zur Rede stellen, weshalb er 100 Millionen investierte und bei den illegalen Geschäften von Vitali mithalf. Als sie in sein Büro kommt, ist er bereits tot. In einer E-Mail findet sie jedoch sein Geständnis und eine Überweisung in der Höhe von 50 Millionen Dollar. Sie erkennt, dass St. John abhauen wollte und ahnt, dass Vitali ihn umbringen liess. Gerade als sie die Firma mit dem Geständnis von St. John verlassen will, kommen Vitali und der Sicherheitschef von Levys Firma ins Gebäude. Sontheim versteckt sich erfolgreich. Vitali hat jedoch auf der Überwachungskamera gesehen, dass sie in St. Johns Büro war und das Geständnis ausgedruckt hat. Da er sie nicht finden kann, entscheidet er sich, ihr den Mord in die Schuhe zu schieben, in dem er das Überwachungsvideo falsch zusammenschneidet. Es funktioniert. Sontheim wird wegen Mordes an ihrem Komplizen St. John, mit dem sie Geld gewaschen haben soll, landesweit gesucht. Dank von Justin, der ihr einen falschen Pass besorgt, kann Sontheim die Stadt verlassen und flüchtet in die Schweiz. 

Justin bringt die Liste mit den von Vitali bestochenen Leuten ins Büro von Kostidis. Dieser sieht nun endlich die Chance, Vitali hinter Gitter zu bringen und beginnt mit einer Gruppe von Leuten, denen er vertraut, ohne öffentliches Aufsehen zu erregen, die Bestochenen zu verhören. Die meisten gestehen sofort und kooperieren. So wird die Beweislast gegen Vitali erdrückend, ohne dass dieser etwas davon erfährt. Zudem entschied sich auch Vitalis krebskranker Freund Nelson, der von Anfang an an den illegalen Geschäften beteiligt war, gegen ihn auszusagen, da er nicht damit einverstanden war, dass Vitali zwei Attentate auf Kostidis verübte. 
Sontheim kehrt nach New York zurück und trifft sich mit Kostidis. Dieser wurde jedoch von Vitalis Leuten überwacht und so findet Vitali Sontheim. Er ist ausser sich vor Wut, dass sie ihn betrogen und hintergangen hat. Beinahe bringt er sie um, doch sie überlebt wie durch ein Wunder. Am Abend, an dem Sergio Vitali einen grossen Wohltätigkeitsball steigen lässt, wird er verhaftet und kommt hinter Schloss und Riegel. 

Charakteranalyse
Alex Sontheim: Sie ist 35 Jahre alt, kommt aus Deutschland und ist ledig. Die Karriere steht für sie an erster Stelle und sie scheut keinen Aufwand, um weiter zu kommen. Entsprechen erfolgreich ist sie in New York und ihr Ruf eilt ihr voraus. Sie will jedoch nicht nur beruflich sondern auch in der New Yorker Gesellschaft zur High Society gehören. Dieses Ziel erreicht sie dank ihrer Affäre mit Sergio Vitali. Dann erkennt sie jedoch, dass sie ihn nicht wirklich liebt und merkt, dass sie kaum richtige Freunde in ihrem Leben hat. Das will sie ändern, hat jedoch keine Zeit dazu, da sie realisiert, dass sie sich als Mitwisserin von Vitalis illegalen Machenschaften in Lebensgefahr befindet. 
Sontheim ist hochintelligent, hübsch, erfolgreich und extrem widerstandsfähig. Diese Fähigkeiten helfen ihr, Vitali zu erledigen. 

Nikolas Kostidis: Ist etwas über 50 Jahre alt und amtierender Bürgermeister von New York. Zuvor war er Staatsanwalt und versuchte über viele Jahre hinweg, Sergio Vitali für seine Verbrechen dran zu kriegen. Er scheiterte jedoch immer. Als Bürgermeister versprach er seinen Wähler, das organisierte Verbrechen zu bekämpfen und die Stadt zu einem sichereren Ort zu machen. Er arbeitet hart dafür und hat auch Erfolg. Zudem ist er guter und charismatischer Chef, der sehr geschickt mit den Medien umgehet und diese daher fast immer auf seiner Seite hat. 
Nach dem Attentat auf seine Frau und seinen Sohn verändert er sich. Er erkennt, dass er überheblich war und sich nicht eingestehen wollte, dass er gegen Vitali am kürzeren Hebel sass und durch seine Besessenheit, den Mann für seine Verbrechen zu bestrafen, seine Familie opferte. Er fühlt sich schuldig und will nicht mehr weiterkämpfen. Erst aus Sorge um Alex Sontheim, in die er sich verliebte, findet er wieder Motivation und Kraft, um gegen Vitali zu kämpfen. 

Sergio Vitali: Ist gut aussehen, reich und hat ein Milliarden Imperium über die ganze Welt verteilt aufgebaut. Hinter der schönen Fassade steckt jedoch ein eiskalter Verbrecher, der über Jahre hinweg ein auf kriminellen Machenschaften basierendes Imperium führte. Geldwäscherei, Prostitution, Glücksspiel, Drogenhandel... an praktisch allem ist er beteiligt. 
Seiner Frau ist er alles andere als treu. Er hat viele Affären, lässt diese allerdings bereits nach kurzer Zeit wieder fallen. Frauen haben für ihnen keinen grossen Wert und schon gar keinen wirklichen Nutzen. Von Alex Sontheim ist er hingegen fasziniert. Er begehrt sie und kann es nicht ertragen, dass sie sich gegen ihn wendet und ihn betrügt. Seine Wut und sein verletztes Ego sind es, die am Ende dafür sorgen, dass er nicht erkannte, dass er kurz vor dem Ruin steht. (fba)

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