Inhaltsangabe: Leonce und Lena von Georg Büchner


Inhalt

1. Akt
Leonce ist der Prinz des Königreichs Popo. Er sitzt im Garten und langweilt sich. Hunderte Male spuckt er auf einen Stein und wirft ein Handvoll Sand in die Luft, um diesen auf dem Handrücken zu fangen. Dabei wettet er, ob eine gerade oder eine ungerade Anzahl Sandkörner auf seinem Handrücken zu liegen kommt. Der Hofmeister statt ihm einen kurzen Besuch ab und kurz danach kommt sein Diener Valerio zu ihm. Gemeinsam erfreuen sie sich der Natur. Valerio ist ein Lebemann, ein Genussmensch, der noch nie in seinem Leben gearbeitet hat und keine Ahnung hat, was er denn eigentlich machen will. 
König Peter, der Vater von Leonce, tritt vor den Stadtrat, um zu verkünden, dass Leonce die Absicht hat, zu heiraten und zwar Lena, Prinzessin des Königkreichs Pipi. König Peter hat dies für Leonce, der Lena noch nie gesehen hat, so bestimmt.
Obwohl Leonce mit Lena verheiratet werden soll, trifft er sich mit Rossetta. Diese fragt ihn, ob er sie liebe. Seine Antwort: Warum nicht. Auf ihre zweite Frage, ob er sie denn für immer lieben werde, antwortet Leonce ausweichend. Sieben Monate seien ja auch eine lange Zeit. Rossetta tanzt für Leonce und er beerdigt derweil in Gedanken seine Liebe zu ihr. Dies weil er eine sterbende Liebe schöner findet als eine werdende. Sie ist enttäuscht über seinen Entscheid. 
Der Stadtratspräsident kommt zu Leonce und verkündet, dass seine zukünftige Ehefrau Lena für die Hochzeit vorbeikommen werde. Leonce interessiert sich nicht sonderlich dafür, macht sich aber mit Valerio in Form von Wortspielen über den Präsidenten lustig und lässt ihn von Valerio rausbringen. Gemeinsam mit seinem Freund malt er sich aus, was sie denn werden könnten in ihrem Leben. 
Derweil wird auch Lena auf die Trauung vorbereitet. Doch auch sie will nicht heiraten, vor allem nicht einen Mann, den sie nicht liebt. Sie will ihre Freiheit behalten.

2. Akt
Leonce und Valerio wandern zu Fuss durchs Königreich Popo, wo Leonce eine schöne und geistlose Frau fürs Leben sucht. Auch Lena ist unterwegs. Gemeinsam mit ihrer Gouvernante ist sie vor der Hochzeit geflohen. Die Vier treffen sich in einem Wirtshaus und wechseln einige Worte. Leonce verliebt sich dabei sofort in Lenas Stimme und auch sie findet seine Tiefgründigkeit durchaus interessant. 
Am Abend treffen sie sich im Garten und sprechen miteinander. Schon kurz darauf küsst Leonce Lena, doch sie weist ihn zurück und geht. Leonce will sich daraufhin in den Fluss stürzen, doch Valerio, der die Szene beobachtet hat, rettet ihn. Das passt Leonce gar nicht, denn er fand dass seine Stimmung und das Wetter perfekt zu einem Selbstmord gepasst hätten. 

3. Akt
Die Bürger der Stadt bereiten sich auf die Hochzeit von Leonce und Lena vor. Sie stehen Spalier mit Tannenzweigen. Auch der Zeremonienmeister und seine Helfer sind bereit. Gemeinsam mit König Peter halten sie Ausschau nach Leonce und Lena, die beide nicht anwesend sind. 
Dann aber kommen vier maskierte Personen (Leonce, Valerio, Lena und die Gouvernante) und König Peter entscheidet, die Hochzeit in effigie (also mit Stellvertretern) zu feiern. Nach der Trauung nehmen Leonce und Lena die Masken ab. Alle Anwesenden sind überrascht, dass es sich tatsächlich um Leonce und Lena handelt, die sowieso miteinander hätten verheiratet werden sollen. Sie hatte sich zufällig gefunden und freuen sich über die Schicksalsfügung. König Peter übergibt sein Amt voller Freude an Leonce. Valerio wird zum Staatsminister und bestimmt, die bestehende Ordnung im Chaos versinken zu lassen und diese lediglich auf das individuelle Wohl ausrichten zu lassen.

Charakteranalyse
Leonce: Der Prinz des Königreichs Popo, Sohn von König Peter, ist mit seinem Leben nicht zufrieden. Er langweilt sich über weite Strecken, klagt aber gleichzeitig darüber, dass er viel zu viel zu tun habe. Leonce hat auch einen Hang zur Melancholie, der sich einerseits daran zeigt, dass er sich lieber von Rossetta trennt, als mit ihr zusammenzubleiben, lediglich weil er die Vorstellung einer sterbenden Liebe schöner findet als die einer werdenden Liebe. Andererseits deshalb, weil er sich nach er ersten Zurückweisung von Lena gleich das Leben nehmen will. Schlussendlich findet er in Lena aber dennoch die schöne und geistlose Frau, die er gesucht hat. 

Valerio: Valerio, der Diener von Leonce, ist ein Genussmensch, einer, der die Vorzüge des Lebens zu schätzen weiss, aber sich auf keinen Fall die Hände schmutzig machen will. Er versteht sich gut mit Leonce und hat einen gesunden Humor, mit dem er seinen Freund immer wieder aufheitern und auf den Boden der Tatsachen zurückholen kann. 

Lena: Die Prinzessin des Königreichs Pipi ist wie Leonce nicht gewillt, zu heiraten. Sie will ihre Freiheit behalten und niemanden heiraten, den sie nicht liebt. Sie entscheidet sich daher zur Flucht, auf der sie von ihrer Gouvernante begleitet wird, die für sie eine ähnliche Rolle übernimmt, wie Valerio für Leonce. 

König Peter: Der Herrscher über das Königreich Popo ist ein absolutistischer Herrscher, der aber für sein Amt völlig ungeeignet ist. Er kann kaum zusammenhängende Sätze formulieren, tritt nicht gern vor Leute und muss sich gar mit einem Knopf im Taschentuch daran erinnern, dass er sich um sein Volk kümmern muss. (fba)

1 Kommentare :

Anonym hat gesagt…

Ziemlich primitive Analyse, die weder auf die Aspekte der Komödie eingeht, noch in den Konstellationen aussagekräftig ist.

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